AK Netzwerk: Gemeinde Hochdorf

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Bücherzelle

Autor: Hirsch & Wölfl GmbH
Artikel vom 16.06.2014

Die Hochdorfer Bücherzelle


Am Samstag, den 03.05.2014 haben wir die Hochdorfer Bücherzelle zwischen Rathaus und evangelischem Gemeindehaus eröffnet. Trotz des kalten Wetters waren viele der eingeladenen Personen vor Ort, um mit uns gemeinsam das mit langem Atem entstandene Projekt der Öffentlichkeit zu präsentieren.

In die Hochdorfer Bücherzelle kann man ausgelesene Bücher einstellen oder sich auch Bücher herausnehmen. Man muss nicht unbedingt ein Buch reinstellen, wenn man eines rausnimmt. Man kann entnommene Bücher wieder zurückbringen, muss es aber nicht unbedingt. Es gibt auch sogenannte Paten, die dafür sorgen, dass die Bücherzelle sauber bleibt und fragwürdige Bücher entfernt werden. Hier die wenigen Regeln, die es zu beachten gibt:

  1. …nehmen Sie nicht das letzte Buch heraus
  2. …stellen Sie die Bücher nur einreihig ein
  3. …stellen Sie keine Bücher mehr rein, wenn die Regale voll sind


Wir freuen uns, wenn die Bücherzelle zu einem rege genutzten Treffpunkt wird, an dem Hochdorfer Bürgerinnen und Bürger zusammenkommen.



Wie alles begann...

Im Jahre 2012 haben wir erstmals über die Bücherzelle nachgedacht, angeregt durch die Bücherzelle auf dem Roßmarkt in Kirchheim und auch das Bücherregal am Rathaus in Kernen-Stetten, um hier nur zwei von vielen Beispielen zu nennen. Das Thema wurde dann immer mal wieder diskutiert, jedoch aufgrund anderer Prioritäten ein ums andere Mal verschoben.

Im Mai 2013 haben wir die Idee wieder aufgegriffen und mit verschiedenen Vertretern aus dem Rathaus diskutiert, die uns die Unterstützung der Gemeinde zusicherten. Es gab dann u.a. die Überlegung, die graue Telefonzelle am Rathaus, der der „Abriss“ drohte, zu übernehmen. Hier setzte sich Bürgermeister Kuttler sehr für dieses Projekt ein und übernahm die Kontaktaufnahme mit der Telekom; leider erhielten wir aus Gründen des EU Produkthaftungsgesetzes eine Absage der Telekom. Auch Versuche, eine Telefonzelle in Ebay zu ersteigern, scheiterten – meistens am bis zu 1.400 Euro hohen Preis.

Es wurden andere Möglichkeiten als eine Telefonzelle diskutiert, z.B ein „richtiges Regal“ oder auch sehr edle Büchervitrinen wie es sie sehr häufig in Köln gibt. Allerdings liegen bei letzteren Objekten die Preise inklusive Anlieferung, Ausbaggern des Fundamentes usw. bei über 4.500 Euro – daher schied auch diese Möglichkeit aus.

Im Oktober 2013 kam dann von Richard Homann der entscheidende Hinweis, dass die Telekom gelbe und auch graue Telefonhäuschen verkauft. Nach Abklärung der Details mit der Telekom erhielten wir das OK von Herrn Bürgermeister Kuttler, so dass dann der Kaufvertrag mit der Telekom geschlossen werden konnte. Hier sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Finanzierung zum Kauf und Transport der Telefonzelle durch die Jahresbudgets der Arbeitskreise LDS, SamT und Netzwerk, welches die Gemeinde zur Verfügung stellt, erfolgte.

Nachdem im November der Kaufvertrag mit der Telekom geschlossen wurde, ging es nun darum, eine geeignete Möglichkeit zum Transport der Telefonzelle von Michendorf bei Berlin nach Hochdorf zu finden. Die Firma Haller bot uns einen sehr günstigen Transportpreis, den wir auch durch Selbstabholung mit einem geeigneten Mietfahrzeug nicht hätten toppen können.

Parallel zu diesen Bemühungen wurde auch viel über den „richtigen“ Standort gesprochen und über diverse Möglichkeiten diskutiert. Nach mehreren „vor-Ort-Terminen“ und Kontakten sowie Gesprächen mit Vertretern des Rathauses und der ev. Kirchengemeinde einigten wir uns auf den jetzigen Standort. Auch hierfür an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank tolle Unterstützung.

Bereits im November machten wir uns erste konkretere Gedanken, wie die Montage und die Regale innen montiert werden könnten. Wir hatten dazu auch mit dem Bürgerbüro Kirchheim Kontakt, welches auf dem Rossmarkt seit Jahren eine solche Bücherzelle unterhält.

Im Januar kam es zu einem erneuten Vor-Ort-Treffen mit Herrn Esslinger, Bauausschuss der Kirchengemeinde, und Herrn Kerner, Technische Liegenschaften der Gemeinde, um den genauen Standort zu diskutieren. Es wurden auch noch die Themen Haftung und Versicherung geklärt.

Im Januar wurde die Telefonzelle nach Hochdorf transportiert und auf dem Bauhof der Gemeinde zwischengelagert. Nachdem sich die Firmen Zinßer und Bauunternehmen Bauer ohne Kosten für uns zur Montage bereit erklärt hatten, ging es dann bald weiter. Ebenfalls ohne Kosten für uns montierte die Firma Holzmontage Olschewski die Regale. Andreas Olschewski unterstütze seinen Bruder dabei.

Die Außengestaltung übernahm Herr Günter Häfner. Ihm und seinen Helfern danken wir ganz herzlich für ihren Einsatz und den für uns ebenfalls ohne Kosten verbundenen Aufwand danken.

Dieses Projekt zeigt sehr deutlich, dass man manchmal einen sehr langen Atem haben muss, um etwas zu erreichen. Aber wenn wir uns anschauen, wie viel ehrenamtliches Engagement und Unterstützung von Firmen es in Hochdorf gibt, glauben, wir, dass wir noch viel bewegen können und werden. Abschließend bleibt uns NETZWERKERN eigentlich nur noch eines zu sagen:

DANKE, DANKE, DANKE!