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Stadt- & Satellitenplan
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01 | Rathaus | 1822
Rundgang I
1569 erstmalige Nennung eines Hochdorfer Rats- und Schulhauses (Gebäudestandort unbekannt). Dieses Gebäude wurde wegen Baufälligkeit 1823 abgerissen. 1822 erwarb Gemeinde am heutigen Standort ein Wohnhaus mit Scheuer (Baujahr um 1800). Anstelle der Scheuer (rechts neben Wohnhaus) wurden in einem Anbau 2 Schulstuben (EG) und eine Rats- und Gerichtsstube (OG) eingerichtet, im Wohnhaus die Amtswohnung für den Schulmeister. Besonderheiten: Karzer im OG, heute noch erhalten; Vorbau mit Dachvorsprung an Rückseite war Begründung für Denkmalschutz im Jahre 1978. 1842 Umbau des Gebäudes in die heutige Außenform. 1957 erste Renovierung; 1985 Umgestaltung der Innenräume 2016 Restaurierung mit Erhaltung der historischen Substanz und Aufrüstung auf aktuellen Standard für öffentliche Gebäude (neueste Gebäudetechnik, Barrierefreiheit); Anbau eines Sitzungssaales für den Gemeinderat und Neugestaltung des Vorplatzes. Ausbau und Nutzung des DG als Trauzimmer und Büroräume.
01 | Rathaus | 1822
Rundgang II
01 | Rathaus | Kirchheimer Str. 53 (denkmalgeschützt) 1569 erstmalige Nennung eines Hochdorfer Rat- und Schulhauses (Gebäudestandort unbekannt). Dieses Gebäude wurde wegen Baufälligkeit 1823 abgerissen. 1822 erwarb die Gemeinde am heutigen Standort ein Wohnhaus mit Scheuer (Baujahr um 1800). Anstelle der Scheuer (rechts neben Wohnhaus) wurden in einem Anbau 2 Schulstuben (EG) und eine Rats- und Gerichtsstube (OG) eingerichtet, im Wohnhaus die Amtswohnung für den Schulmeister. Besonderheiten: Karzer im OG, heute noch erhalten; Vorbau mit Dachvorsprung an Rückseite war Begründung für Denkmalschutz im Jahre 1978. 1842 Umbau des Gebäudes in die heutige Außenform. Noch nach 1945 wohnte Altbürgermeister Güthle im Rathaus. 1957 erste Renovierung; 1985 Umgestaltung der Innenräume. 2016 Restaurierung mit Erhaltung der historischen Substanz und Aufrüstung auf aktuellen Standard für öffentliche Gebäude (neueste Gebäudetechnik, Barrierefreiheit); Anbau eines Sitzungssaales für den Gemeinderat und Neugestaltung des Vorplatzes mit Verlegung des Eingangs in den hinteren Bereich. Ausbau und Nutzung des Dachgeschosses als Trauzimmer und Büroräume. 04
02 | Schmiede | um 1800
Rundgang I
02 | Schmiede | Kirchheimer Str. 47 Die Schmiede wurde um 1800 erbaut. Erster Schmied war Julius Unrath, der 1818 in die Hochdorfer Schmiedfamilie Hagmann in der Friedhofstraße eingeheiratet hatte. Er begann den Schmiedebetrieb im heutigen Gebäude, das Jahr ist nicht genau bekannt. Es folgten drei namensgleiche Johann Jakob Unrath in den Jahren 1859 - 1974, der letzte Johann Jakob Unrath war der berühmte „Schmied Jakob“, ein echtes Hochdorfer Original. Der Schmied war ein wichtiger Handwerker, der alles, was mit Eisen zu tun hatte, herstellte oder reparierte, so z.B. Achsen und Beschläge für die Fuhrwerke; alle Werkzeuge und Geräte für Haus- und Landwirtschaft. Das Beschlagen von Pferden, aber auch von Ochsen und Kühen war eine andere wichtige Tätigkeit. War sonntags schlechtes Wetter, trafen sich die Handwerker und Bauern in der Schmiede zur Dorf- „Kommunikation“. Die Schmiede hatte noch 1960 zwei Essen und zwei große Ambosse, die später auf jeweils eine Einheit reduziert wurden. Der Schmiedebetrieb wurde 1974 eingestellt, die Schmiede ist aber heute noch vollständig eingerichtet.
03 | Friedhof | 1843
Rundgang I
03 | Friedhof | Friedhofstraße 1843 wurde der Friedhof als neue Begräbnisstätte eingerichtet auf ca. 2000 m2 Fläche und ringsum mit einer Mauer umgeben, die im südlichen, östlichen und westlichen Bereich teilweise noch erhalten ist. Vor 1843 wurden die Verstorbenen im Kirchhof bei der Kirche bestattet. Im östlichen Bereich ist auch noch ein Geschirrhäuschen erhalten. 1950 wurde der Ehrenhain zur Erinnerung an die Gefallenen der beiden Weltkriege errichtet. Davor befindet sich ein Ehrengräberfeld mit 8 Einzelgräbern von Personen, die noch in den letzten Kriegstagen in der Gemeinde ihr Leben lassen mussten. Zum Gedenken an die Gefallenen findet am Volkstrauertag nach dem Gottesdienst eine Feier mit Kranzniederlegung statt. 1964 wurde nach Erweiterung in nördlicher Richtung eine Aussegnungshalle gebaut. Im Zuge der von 1963 bis 1977 durchgeführten Flurbereinigung wurde der Friedhof nochmals erweitert auf den heutigen Stand mit einer Fläche von ca. 1,8 ha. 2012 bis 2014 wurde die Aussegnungshalle saniert und mit einer Wand aus mobilen Glaselementen verschließbar gemacht.
04 | Waschhäusle | 1941
Rundgang I
04 | Waschhäusle | [Kirchheimer Str. 34] 1941, mitten in der Kriegszeit, wurde im damaligen Gebäude Kirchheimer Straße 70 (heute Bereich zwischen den Reihenhäusern 32-36 und 38-40) eine Gemeindewaschküche eingerichtet. Zuvor befand sich darin die Milchsammelstelle. Die Waschküche war sogar mit einer Plättmaschine ausgestattet. Waschmittel und Heizmaterial mussten mitgebracht werden. Die Benutzungsgebühr betrug 1,- Mark, für die Plättmaschine 1,50 Mark pro Stunde. Zur damaligen Zeit waren Einrichtungen wie das Waschhäusle oder die Milchsammelstelle auch wichtige Kommunikationsorte für die Bürgerschaft. Aufgegeben wurde der Waschbetrieb Ende der 1960er Jahre, der Mangelbetrieb einige Jahre später. Endgültig wurde die Gemeindewaschküche zum 31.12.1973 geschlossen.Davor gab es in Hochdorf wohl mehrere private Waschhäuser oder Wasch- Häusla, so u.a. auf dem Weberhof. Auch die denkmalgeschützte Remise ‚Im Hof 5/1‘ soll so genutzt worden sein. Das Waschhäusle wurde 1978 im Zuge der Neubebauung der Grundstücke abgerissen.
05 | Strohhülsenfabrik | vor 1648
Rundgang I
05 | Strohhülsenfabrik | [Kirchheimer Str. 39] Ursprünglich landwirtschaftliches Anwesen, wurde 1895 von Maximilian Oertle erworben und anfangs als Kolonialwarenladen eröffnet. Danach erfolgte der Umbau für die späteren Nutzungen: Ab 1905 wurde Apfelsekt hergestellt, er war überregional wegen seiner Qualität bekannt. 1909 begann zusammen mit Johannes Miller die Anfertigung von Strohhülsen als Transportschutz für Wein- und Sektflaschen. Die Herstellung von Sekt wurde nach dem 1. Weltkrieg beendet, die zwischenzeitlich begonnene Herstellung von Limonade und Tafelwasser wurde bis Mitte der 1930er Jahre weitergeführt. 1932 kam nach der Übernahme durch Hermann Bruntner die Produktion von Stroh- und Rohrmatten für Bauindustrie und Gärtnereien dazu. Der Betrieb wurde 1966 eingestellt. Die Gebäude sind vermutlich vor 1648 entstanden als landwirtschaftliches Anwesen mit einem Gasthaus (vermutlich Lamm). 2004 wurde das Areal an die Gemeinde verkauft, die Gebäude wurden im Sommer 2005 abgerissen und das Areal neu überbaut.
06 | Wettestraße | Anfänge vor 1827
Rundgang I
06 | Wettestraße | Wettestraße Letzte Straße in Hochdorf mit weitgehend originalen und damit interessanten alten beeindruckenden Häusern. Sie besitzt durch die insgesamt lockere Bebauung besonders im Sommer mit ihrem Grünbestand ein gewisses Flair und mit dem denkmalgeschützten „Maurer-Haus“ einen markanten Abschluss. Das nicht mehr existierende ‚Gasthaus und Bäckerei zum Lamm‘ gegenüber komplettierte einst das interessante Straßenbild und die früher viel belebtere Straße: So gab es die Bäckerei Fetzer an der Ecke zur Kirchheimer Str. (heute Nr. 2) und die Metzgerei Hoyler in dem interessanten Backsteinbau (Nr. 7), ausserdem noch den Arzt Dr. Kalbe im Gebäude Nr. 10 (Gemeindehaus), an dessen Stelle früher der ‚untere Schmied‘ war. Den Namen hat die Straße von einer sogenannten „Wette“, also einem kleinen Teich oder vielleicht auch nur Wasserloch, das vom Regen- und Schichtwasser gespeist wurde und hauptsächlich zur Pferdewäsche und als Löschwasser- Reservoir diente. In der Urkarte der Württembergischen Landesvermessung von 1828 ist sie eingezeichnet in etwa auf Höhe des heutigen Gebäudes Wettestraße 8 und damit erstmals nachgewiesen. Die Wette wurde 1933 aufgelöst.
08 | Maurer-Haus | z.Zt. unbekannt
Rundgang I
08 | Maurer-Haus | Wettestraße 19 (denkmalgeschützt)
Der landwirtschaftliche Mischbetrieb der Familie Maurer gehörte zu den einst größten Betrieben in Hochdorf. Ein erster Nachweis des Anwesens findet sich in der Urkarte der Württembergischen Landesvermessung von 1828. Der Kernbau wurde als Scheune 1541/42 erbaut, der Umbau zum Wohn/ Bauernhaus mit beidseitigem Krüppelwalm mit Eulenlöchern erfolgte 1550. Bemerkenswert ist die Ansammlung der verschiedenen Gebäude auf einem Areal. Das ist typisch für eine alte Hofstelle, die durch mehrere Familien- und Besitzerfolgen aufgeteilt und ausgebaut wurde. Die Haustüre mit der sehenswerten Schnitzerei hat Gotthilf Maurer nach seiner Heirat anfertigen lassen. C M Y CM MY CY CMY K Broschüre_NEU_innen36s.pdf 11 04.11.19 12:36
Der landwirtschaftliche Mischbetrieb der Familie Maurer gehörte zu den einst größten Betrieben in Hochdorf. Ein erster Nachweis des Anwesens findet sich in der Urkarte der Württembergischen Landesvermessung von 1828. Der Kernbau wurde als Scheune 1541/42 erbaut, der Umbau zum Wohn/ Bauernhaus mit beidseitigem Krüppelwalm mit Eulenlöchern erfolgte 1550. Bemerkenswert ist die Ansammlung der verschiedenen Gebäude auf einem Areal. Das ist typisch für eine alte Hofstelle, die durch mehrere Familien- und Besitzerfolgen aufgeteilt und ausgebaut wurde. Die Haustüre mit der sehenswerten Schnitzerei hat Gotthilf Maurer nach seiner Heirat anfertigen lassen. C M Y CM MY CY CMY K Broschüre_NEU_innen36s.pdf 11 04.11.19 12:36
12 | Weberhof | 1570
Rundgang I
12 | Weberhof | Kirchheimer Str. 1 (denkmalgeschützt) Ehemals landwirtschaftliches Anwesen, erbaut 1570 als „gestelztes Einhaus“: Holzständerkonstruktion, alles unter einem Dach: Scheune, Stall- und Lagerräume im EG; Wohnbereich im OG. Besonderheit: Dendrochronologischer Nachweis zeigt, dass Bauhölzer in den Wintern 1568/69 und 1569/70 geschlagen wurden. Erster bekannter Besitzer Michael Schmid, Schäfer, um 1800. Ab 1883 Eigentum der Familie Weber. 2009 Aufgabe des landwirtschaftlichen Betriebes. 2010 Einstufung als Denkmal. 2015 Kauf durch Gemeinde, 2016 Verkauf an Investor und Beginn vollständiger, teils technisch schwieriger Sanierung bei nahezu kompletter Erhaltung der ursprünglichen Gebäudesubstanz. Heutiges Erscheinungsbild entspricht weitgehend früherem Aussehen. Aktuelle Gebäudenutzung: Im ehemaligen Scheunenteil (links) im EG Gastronomiebetrieb, im OG und DG zwei neue moderne Wohnungen mit sichtbarem Einbezug des originären Fachwerks, neues Treppenhaus mit Aufzug in der Gebäudemitte. Im Gebäude rechts wurden die vorhandenen zwei Wohnungen vollsaniert. Gutes Beispiel für gelungene Erhaltung eines alten Objektes.
13 | Spenglerhof | 16./17. Jh.
Rundgang I
13 | Spenglerhof | Reichenbacher Str. 2 (denkmalgeschützt) Erbaut im 16./17. Jahrhundert als 2-stöckiger Fachwerkbau, in ähnlicher Art und ebenfalls gestelzt wie der gegenüberliegende Weberhof. Im Erdgeschoss befanden sich Scheuer und Stall, im Obergeschoss die Wohnräume und der Heuboden. Zum Gebäude gehörte ein großer Garten mit einer Fläche von ca. 2500 m2. An die Scheuer wurde 1867 ein großer Schafstall angebaut. 1954 erfolgte der Anbau einer Waschküche an der hinteren Gebäudeseite. Erster bekannter Besitzer war 1826 Leonhard Euchner, Müller aus Ebersbach. 1838 erwarb Heinrich Spengler, Schäfer, das Anwesen, laut damaligem Kaufbuch „eine Behausung und Scheuer unter einem Dach unten im Dorf zwischen dem Bach und der Thalbachgasse“. Bis 1999 blieb das Anwesen im Eigentum der Familie Spengler. 2000 wurde das Gebäude von einem Sanierungsunternehmen gekauft; noch vor der Sanierung wurde das Gebäude in vier Eigentumswohnungen aufgeteilt, die seit der Sanierung durchgängig bewohnt sind. Auch ein gelungenes Beispiel für die Sanierung altehrwürdiger Gebäude.



















