Geschichte: Gemeinde Hochdorf

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1189 erstmalig urkundlich erwähnt

Die Gemeinde Hochdorf wurde im Jahre 1189 erstmalig urkundlich erwähnt.

Einem Tausch der Klöster Adelberg und dem Kloster St. Georgen im Schwarzwald verdankt Hochdorf seine erstmalige urkundliche Erwähnung. Die Gemeinde blieb offenbar dann rund 250 Jahre lang klösterlicher Besitz, bis sie im Jahre 1454 württembergisch wurde. Hierbei blieb Hochdorf der 6 Kilometer entfernten württembergischen Stadt Kirchheim zugeordnet und ab dem Jahre 1485 kam Hochdorf vom Oberamt Kirchheim zum Oberamt Göppingen, bei dem es bis zum Jahre 1842 verblieb.

Ab dem Jahre 1842 bis zum Jahre 1938 blieb es dann wieder beim Oberamt Kirchheim und wurde im Zuge der Gemeindereform im Dritten Reich im Jahre 1938 dem Oberamt Esslingen und somit dem heutigen Landkreis Esslingen zugeordnet. Von der großen Geschichte blieb die Gemeinde Hochdorf leider oder glücklicherweise verschont. Erwähnenswert ist der Name von Anna Catharina Haug, dem Mädchen von Esslingen, die eigentlich aus Hochdorf stammte.

Insofern gibt es zu einem sehr frühen Zeitpunkt Bezugspunkte zwischen der Stadt Esslingen und der Landgemeinde Hochdorf. Über Jahrhunderte hinweg war Hochdorf geprägt vom bäuerlichen Leben. Die Hochdorfer Mühle tauchte erstmals Mitte des 15. Jahrhunderts in unserer Geschichte auf. Diese Mühle hat somit eine Jahrhundert alte Tradition und wird heute noch in Hochdorf seit etwa 150 Jahren von der Familie Zinßer betrieben.

Weitere Fixpunkte in unserer jüngeren Geschichte sind die Hochdorfer Korsettfabrik, die Schmiede, die Ziegelei auf dem Ziegelhof und der Abbau von angulatem Sandstein, der jedoch wegen wirtschaftlicher Erfolglosigkeit wieder aufgegeben wurde.

Entwicklung parallel zum Umland

Die Entwicklung unserer Gemeinde verlief lange in etwa parallel zum Umland. Zu Beginn der Industrialisierung im vergangenen Jahrhundert zeigte es sich dann, dass die Gemeinden entlang des Neckar- und Filstales nunmehr eine dramatische Aufwärtsentwicklung erlebten, wobei das Wachstum unserer Gemeinde hierbei unterdurchschnittlich wurde. Erst zu Beginn der Elektrifizierung unserer Gemeinde im Jahre 1900 und dem Bau der Wasserleitung im Jahre 1927 nahm die Gemeinde einwohnermäßig nunmehr sehr stark zu. Im Jahre 1907 wurde die Schule in der heutigen Schulstraße erbaut. Etwa 50 Jahre später erfolgte der Neubau der Grund- und Hauptschule (jetzt Breitwiesenschule) in den Breitwiesen.

Heute verfügt Hochdorf seit Mitte der 70er Jahre nur noch über eine Grundschule. Unsere Haupt- und Realschüler und Gymnasiasten gehen in den benachbarten Städten und Gemeinden zur Schule. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm Hochdorf wie viele Gemeinden im Verdichtungsraum Stuttgart eine dramatische Entwicklung. Die Einwohnerzahl stieg von gut 1.500 auf etwa 4.000 im Jahre 1978 an. Unter der Leitung des langjährigen Hochdorfer Bürgermeisters Heinrich Traub entstanden überwiegend im östlichen Ortsbereich ein Neubaugebiet nach dem anderen und durch eine umsichtige Leitung unserer Ortsgeschicke erfolgten auch die dazu gehörenden sozialen und infrastrukturellen Einrichtungen wie Kindergärten (Kindergarten "Am Talbach" und Albert-Schweitzer - Kindergarten).

Bauliche Entwicklung

In den 60er und 70er Jahren erfolgten dann der Neubau der Leichenhalle, der Sportanlage am Aspen einschließlich der Anlage des Tennisclubs, die Kleingartenanlage im Gewann "Alter Winkel" und der Neubau des Kleintierzüchterheimes in der Verlängerung der Hofackerstraße. Gleichfalls in dieser Zeit erfolgte der Neubau des Feuerwehrhauses unweit des Talbaches an der Bachstraße. Der Gemeinde ist es in der damaligen Zeit gelungen, die steigenden Einwohnerzahlen auch mit der notwendigen sozialen Infrastruktur zu versehen. Um die weitere bauliche Entwicklung zu gewährleisten, wurde es Mitte der 70er Jahre notwendig, die im Ort verstreuten Gewerbebetriebe hauptsächlich im Gewann "Steetwiesen" in das neu geschaffene Gewerbegebiet "Stock" in Richtung Roßwälden zu verlagern. Unter der Leitung des damaligen Bürgermeisters Franz Lothar Wirtgen konnte die Gemeinde somit die bauliche Erweiterung um das Neubaugebiet "Steetwiesen" ergänzen und gleichzeitig die Voraussetzung dafür schaffen, dass sich in Hochdorf weitere Gewerbebetriebe ansiedeln konnten.

Diese Ausdehnung des Gewerbegebietes wurde Mitte und Ende der 80er Jahre fortgesetzt, so dass sich mittlerweile in der Gemeinde Hochdorf auch einige hundert gewerbliche und dienstleistungsorientierte Arbeitsplätze befinden. Heute geht es hauptsächlich um die Pflege und Unterhaltung der guten Infrastruktur, wobei einige Erweiterungen und Ergänzungen sicherlich auch zukünftig notwendig bzw. sachdienlich sein werden.

Glücklicherweise konnte die Gemeinde in den 70er Jahren der drohenden Eingemeindung in die Gemeinde Reichenbach entgehen. Eine Bürgerabstimmung brachte ein klares Votum zugunsten der Erhaltung der Selbständigkeit. In der Zwischenzeit zählt unsere Gemeinde etwas mehr als 4.700 Einwohner mit einem regen Vereinsleben und einer guten dörflichen Infrastruktur. Wir verweisen hierbei auf den Anhang über unsere Kirchen, Vereine und sonstigen Organisationen.